via The Style Blogger - Sabir M. Peele of Men’s Style Pro - “Looking Fresh On a Budget” - http://goo.gl/DxPAK
Working Title_ No. 19: Nova Polar.
Wer bist du, wo lebst du? … Wo findet man dich primär im Netz?
Ich bin Nova Polar, eine Geschichtenerzählerin. Egal in welcher Form, Art und Weise: mich faszinieren die Geschichten, die in winzigen Augenblicken stecken. Das, was man auf dem ersten Blick nicht unbedingt sieht. Aber sich beim zweiten Mal hinschauen darin verliebt.
Ich glaube, dass das Leben unendlich voll von diesen Momenten ist. Und ich liebe es, einfach stehen zu bleiben und hinzusehen…Die Glaubensfrage: Canon oder Nikon, oder was ganz anderes?
Um es genauso unprätentiös zu sagen, wie es ist: ich bin ein newBE, was die Fotografie betrifft. Ich besitze keinen anderen Glauben als an das Motiv, den Augenblick, das Licht und dem was ich daraus machen kann.Wo liegen Deine fotografischen Wurzeln? Wo, wann und warum kam die erste Kamera in Dein Leben?
Meine fotografischen Wurzeln stecken in Momenten der „Verzweiflung“. Wenn ich mal wieder einen Film/ein Bild angesehen habe und wusste, dass man mit Worten nicht alles erzählen kann. Ich lebe und bebe für meine Geschichten. Es macht mich ganz verrückt mit ihnen und ohne sie noch mehr. Es ist schlimm, etwas transportieren zu wollen und dazu aber nicht immer das richtige Werkzeug zu besitzen. Wie beschreibt man den Moment vollkommener Anmut zum Beispiel besser, als mit einem Bild?
Ich habe viele Jahre in meinem Kopf „fotografiert“, bevor ich mir meine Kamera gekauft habe. (Wenn ich mal von den Minidigis von früher und davor absehe.)
Und dann konnte ich es eines Tages (der nicht in allzu weiter Vergangenheit liegt) nicht mehr aushalten und bin losmarschiert – zum nächsten Fotoladen in der Stadt…Was fotografierst du primär? Portraits, Konzerte, Landschaften, besondere Locations?), Tiere, Food, … ?
ALLES! Der ehrliche Augenblick, der wunderbare Moment lebt nicht allein in einem Motiv. Überall liegt Zauber drin und ich möchte einfach ALLES fotografieren. Ich hab da ne gewisse Anarchie in mir, die sich nicht einengen lassen möchte.
Dieses Jahr werde ich zum Beispiel Wochenenden durch unsere Landschaften ziehen. Ich stelle mir vor, wie ich in frisch gepflügten Äckern liege und zum nächsten Bild robbe…
Gleichzeitig habe ich ja vor einigen Wochen mit meinem Lebensprojekt „Gesichtskirmes“ begonnen. Ich kann mir kaum was Besseres vorstellen: jedes Mal kommen fremde Menschen, mit denen man nach ein paar Unsicherheitssekunden für einige Stunden eine sehr enge Beziehung aufbaut und sie einen einfach in sich hineinsehen lassen. Unglaublich!
Und dann bastel ich gerade an einem Backbuch für den Advent und erfülle damit meine gefräßige und Geborgenheitsseite… Ich bin gespannt, wie es klappt.Welche Kamera nutzt du und wieso? (Hättest du dir lieber eine andere zugelegt, wenn das Budget keine Rolle gespielt hätte?)
Ich benutze eine Canon EOS 550D und ja, wenn ich mehr Kohle gehabt hätte, wäre es bestimmt eine etwas größere Schwester von ihr geworden. Aber die ganz dicken Dinger mag ich zum Beispiel auch nicht. Das könnte etwas mit der Stärke meiner Arme zu tun haben. Ohjottojottojott, die Dinger sollen einem ja nicht den Tag verhageln, weil man sie nicht schleppen kann…Wie sieht dein typisches Setup beim fotografieren aus? Draußen/Drinnen, mit Stativ oder ohne, mit Blitz oder ohne, nutzt du zusätzliche Light Spots?
Was der Moment verlangt. Und was ich zu geben bereit bin.Fotografierst du nur für dich oder teilst du deine besten Shots online? Wenn ja auf welchen Plattformen?
Ich fotografiere für mich und denke dabei an andere. Je nach Thema oder Auftrag.
Auf facebook verlinke ich einige Fotos, selten schreibe ich in meinem Blog darüber. Ich mache viele Sachen/Projekte und manchmal befürchte ich, die Menschen durch zu viele Informationen zu verwirren. Aber mich selbst in viele Seiten aufzusplitten würde ich auch nicht mögen. So zerbrochen – das kann doch nicht schön sein. Ich bin ja auch eine Gesamtgeschichte…Woher holst du dir deine Inspiration?
Überall und nirgends. Ich bin nicht auf der Suche – die Geschichten kommen, wenn man nur schaut und wartet. All das ist ja letztlich nichts anderes als verdaute Erfahrung.Eine Frage zum Schluss: Fotografierst du beruflich oder nur privat? Falls nur privat, was machst du “for a living”?
Ich hab nach meinem Architekturstudium beschlossen, nicht in einem Büro zu arbeiten, sondern mit dem Geschichtenerzählen begonnen. Davon kann ich nicht leben – also jobbe ich in Teilzeit beim Qualitätsmanagement der Deutschen Bank.
Das macht mich unabhängig und satt. Und gibt mir eine zusätzliche Sicht auf die Dinge.Vielen Dank, Nova :)
Anmerkung: ”Working Title” zeigt Fotografen und “Lichtbildersteller” die ich u.a. durch twitter kennenlernen durfte. Dieser Teil der Serie konzentriert sich zunächst auf den technischen Part. Alle Postings der Serie findet ihr unter dem Tag: Working Title.